Bei Kälte

Frieren die nicht?


Na klar frieren sie im Winter eher als im Sommer, genauso wie alle anderen sehr kurzhaarigen Rassen oder dünnfellige Hunde ohne Unterwolle. Ihre Haut ist dicker als "normale" Hundehaut und hat dadurch einen gewissen höheren Kälteschutz als z.B. geschorene Hundehaut. Man kann ihr Kälteempfinden also mit dem eines kurzhaarigen Hundes vergleichen. Tierärzte raten heute dazu, dünnfellige, kurzhaarige Hunde, Hunde ohne Unterwolle, alte Hunde, kleine Hunde (Bodenkälte!) im Winter anzuziehen, um Erkrankungen und Spätfolgen zu vermeiden. Die meisten Hunde bilden heutzutage keinen dickeren Pelz mehr zum Winter hin, denn sie leben mit uns im geheizten Haus. Außerdem bewegen sich Hunde heute nicht mehr so, wie sie es in der Natur tun würden: sie müssen in einem für sie völlig untypischen Tempo an der Leine neben uns hertrotten und können sich nicht warm laufen. Nackthunde frieren auch im Winter nicht, solange sie in Bewegung sind. Und für den Rest der Zeit sollte man sie schützen, genauso wie alle anderen kurzhaarigen, dünnfelligen, bodennahen und alten Hunde ;-)
 
Es mag sein, dass Nackthunde nicht unbedingt für das kalte Winterklima in Europa geeignet sind - aber ebensowenig sind Huskys & Co. für das hiesige Klima geeignet. Fakt ist jedoch, dass es an uns Menschen liegt, ihnen auch hier ein angenehmes, normales Hundeleben zu ermöglichen. Es liegt in meiner Hand als Halter, ob mein Hund im Winter friert oder im Sommer schwitzt, ich kann Abhilfe schaffen durch zweckmäßige Kleidung oder Schur (nicht so etwa bei zu kurz oder zu lang gezüchtetem Rücken, angezüchteten Hüft- oder Atemproblemen, zu großen Köpfen, so dass nur durch Kaiserschnitt entbunden werden kann etc.).